Wörtlich übersetzt ergeben sie oft keinen Sinn, und doch verraten sie viel über eine Sprache: Redewendungen, im Englischen idioms genannt. Wer nur die Einzelwörter kennt, steht bei it’s raining cats and dogs ratlos da. Dabei tauchen solche Wendungen in Filmen, Serien und Gesprächen ständig auf. Dieser Beitrag stellt dir alltagstaugliche Redewendungen vor, die du wirklich hörst, und zeigt, wie du sie sinnvoll lernst.
Warum sich Redewendungen nicht übersetzen lassen
Redewendungen sind feste Bilder, deren Bedeutung sich nicht aus den Einzelteilen ergibt. To kick the bucket hat nichts mit einem Eimer zu tun, sondern bedeutet salopp, dass jemand stirbt. Genau darin liegt die Falle für Lernende: Man versteht jedes Wort und trotzdem nicht den Sinn. Deshalb musst du Redewendungen als Ganzes lernen, so wie eine einzelne Vokabel.
Redewendungen für Gefühle und Zustände
Viele Idiome beschreiben, wie es jemandem geht. Sie machen deine Sprache lebendiger als das schlichte I am tired.
- to be over the moon: überglücklich sein.
- to feel under the weather: sich unwohl oder kränklich fühlen.
- to be on cloud nine: im siebten Himmel sein.
- to be fed up with something: etwas satthaben.
Wenn dich also jemand fragt, wie es dir geht, kannst du statt fine auch mal sagen: A bit under the weather, actually.
Redewendungen rund um Arbeit und Alltag
Im beruflichen und alltäglichen Umfeld begegnen dir bestimmte Wendungen besonders oft. Sie zu kennen hilft dir, Besprechungen und Gespräche besser zu verstehen.
- to get the ball rolling: etwas in Gang bringen.
- to be on the same page: einer Meinung sein, denselben Kenntnisstand haben.
- to cut corners: nachlässig arbeiten, um Zeit oder Geld zu sparen.
- to call it a day: für heute Schluss machen.
- a piece of cake: ein Kinderspiel, sehr leicht.
Vorsicht mit Register und Situation
Nicht jede Redewendung passt überall. Manche sind salopp, andere schon leicht veraltet oder regional. To kick the bucket etwa ist umgangssprachlich und wäre in einer Beileidsbekundung völlig unpassend. Achte darauf, in welchem Kontext du eine Wendung zum ersten Mal hörst, und ahme genau diesen Rahmen nach. So vermeidest du peinliche Fehlgriffe.
Typische Fehler beim Umgang mit Idioms
- Wörtlich übersetzen: Deutsche Redewendungen lassen sich selten eins zu eins übertragen; I understand only train station versteht kein Muttersprachler.
- Bilder vermischen: Aus zwei Wendungen eine falsche zu basteln, fällt sofort auf.
- Zu viele auf einmal: Wer jeden Satz mit Idioms spickt, klingt gekünstelt.
- Register ignorieren: Saloppe Wendungen im formellen Schreiben wirken unpassend.
- Feste Form verändern: Idioms sind fixiert; einzelne Wörter auszutauschen zerstört sie.
So lernst du Redewendungen nachhaltig
Sammle Redewendungen dort, wo du ihnen begegnest, statt aus langen Listen zu pauken. Notiere zu jeder Wendung den ganzen Satz und die Situation, in der sie fiel. So speicherst du gleich mit, wie und wann man sie benutzt. Nimm dir vor, pro Woche nur zwei oder drei neue Idioms aktiv zu verwenden. Wenige, sicher beherrschte Wendungen wirken souveräner als ein ganzer Katalog halb verstandener Ausdrücke.
Häufige Fragen
Muss ich viele Redewendungen können, um gut Englisch zu sprechen?
Nein. Verständliches, korrektes Englisch ist wichtiger. Idioms sind das Sahnehäubchen, das deine Sprache natürlicher klingen lässt, kein Muss.
Wie erkenne ich, ob eine Wendung veraltet ist?
Achte darauf, ob sie dir in aktuellen Serien, Podcasts oder Gesprächen begegnet. Was du dort regelmäßig hörst, ist lebendig und aktuell.
Sind britische und amerikanische Idioms gleich?
Viele überschneiden sich, aber es gibt Unterschiede. Manche Wendungen sind nur in einer Region üblich, deshalb lohnt der Blick auf die Quelle.
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